Mai 2016 | LÖRRACH


Daniel Rozeik: Rückblick auf eine Praktikumswoche bei Herrn MdB Schuster im Deutschen Bundestag

In der Woche vom 9. – 13. Mai 2016 hatte ich die Möglichkeit, in die politische Arbeit des Deutschen Bundestages „hineinzuschnuppern“ und eine Woche lang Politik aus nächster Nähe erleben zu dürfen. Herr MdB Schuster ermöglichte mir und zwei anderen Praktikanten diese außergewöhnliche Erfahrung.

 

Wir durften Herrn Schuster zu verschiedenen Terminen begleiten und auf diesem Weg eine Sitzung der Arbeitsgruppe für Inneres, Ausschusssitzungen des Innenausschusses und des 3. Untersuchungsausschusses, welcher in den NSU-Mordfällen ermittelt, und am Ende der Woche sogar Plenarsitzungen mit spannenden Debatten und Abstimmungen besuchen und „live“ miterleben. Auch bei Terminen mit der Presse und dem Fernsehen waren wir zugegen. Damit wir uns problemlos in den verschiedenen Gebäuden, dem Paul Löbe-Haus, dem Jakob Kaiser-Haus oder dem Reichstag – von der Kuppel bis zu den „Katakomben“ – bewegen konnten, erhielten wir zu Beginn sogenannte Hausausweise, mit deren Hilfe wir ohne erneute Sicherheitskontrollen direkt von Gebäude zu Gebäude wechseln konnten. Es war interessant mitzuerleben, wie am Dienstag, in der Sitzung der Arbeitsgruppe, die Position der CDU zu wichtigen innenpolitischen Themen, unter anderem der geplanten Verschärfung des Waffengesetzes erarbeitet wurde, dann am Mittwoch in der Ausschusssitzung darüber mit anderen Parteien debattiert wurde und sich daraus ergab, in welchen Punkten die neue Gesetzesvorlage noch anzupassen und weiterzuentwickeln ist. Ebenfalls war es spannend zu beobachten wie die Abgeordneten in den Plenarsitzungen am Donnerstag und Freitag auf der Grundlage der Werte und des Programms ihrer jeweiligen Partei und den Empfehlungen der Ausschüsse, die über dieses Gesetz bereits beraten hatten, abgestimmt haben.

 

Zwischen diesen interessanten Sitzungen habe ich mich gefreut, mich bei Herrn Schuster ein ganz klein wenig revanchieren zu können, indem ich in seinem Büro mithalf: Die eingehende Post und E-Mails sortieren, Adresslisten aktualisieren aber auch z.B. wesentliche Informationen aus einer Stellungnahme der Regierung zusammenfassen oder wichtige Dokumente in andere Büros überbringen… die Arbeit im Büro geht nie aus. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter/-innen von Herrn Schuster coachten uns Praktikanten, damit wir in der kurzen Zeit effektiv tätig werden konnten und zugleich einen Einblick in die Arbeit bekamen, die hinter den Gesetzen und großen Entscheidungen in Berlin, für den normalen Betrachter kaum sichtbar, steckt.

 

Für mich war diese Woche eine Möglichkeit Politik „hautnah“ zu erleben. Es hat mich beeindruckt zu sehen, wie viel Arbeit in jeder Entscheidung steckt, wie vielseitig und anspruchsvoll die Arbeit als Abgeordneter ist, der auf der einen Seite versucht, die Meinung der Bürger seines Wahlkreises zu vertreten, andererseits aber auch sich am Programm der Partei und sachlichen Gegebenheiten orientieren muss. Mir hat das Praktikum bei Herrn MdB Schuster gezeigt, dass man als Abgeordneter in Berlin wirklich etwas beeinflussen und vielleicht verändern kann. Als Abgeordneter übernimmt man Verantwortung, und kann diese durch parteiinterne Debatten oder in den Ausschüssen zum Besten für das Land und den Wahlkreis einsetzen.

 

Deshalb möchte ich für diese einzigartige Woche in Berlin Herrn MdB Schuster herzlich danken, der das Praktikum ermöglichte und sich trotz seines vollen Terminkalenders die Zeit nahm, uns seine persönliche und politische Perspektive zu erläutern. Natürlich möchte ich mich auch bei den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in seinem Büro, Frau Wedekind, Frau Schellig und Herrn Schmidt bedanken, die uns durch die Woche begleitet und vielfältig unterstützt haben, uns die Karten für die Plenar- und Ausschusssitzungen besorgten und uns immer wieder viele Informationen zum besseren Verständnis der Hintergründe und Abläufe gaben.

 

Für mich war es eine hochinteressante Woche, in der ich viele Denkanstöße bekam und die leider viel zu schnell zu Ende war.

 

Daniel Rozeik, Lörrach