12.09.2018  | Lörrach

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner spricht sich auf Anfrage von Armin Schuster für den Schutz der Landwirtschaft und Allmendweiden im Südschwarzwald aus


Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) spricht sich auf Anfrage von Armin Schuster (CDU) für den Schutz der Landwirtschaft und Allmendweiden im Südschwarzwald aus: Finanzvolumen der Gemeinsamen Agrarpolitik auf EU-Ebene muss im bisherigen Umfang beibehalten werden

 

In einem Schreiben an Klöckner hatte Armin Schuster die von der EU-Kommission vorgelegten Vorschläge der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für den Zeitraum 2021 bis 2027 kritisiert. Schuster sieht die Zukunft der Weidesysteme im Südschwarzwald durch die Kommissionsvorschläge gefährdet: „Es ist aus meiner Sicht strikt abzulehnen, dass die EU-Kommission im mehrjährigen EU-Finanzrahmen die Agrarausgaben drastisch kürzen möchte“, so der Bundestagsabgeordnete aus Südbaden.

Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner machte in ihrem Antwortschreiben die Haltung der Bundesregierung klar: „Wir wollen insbesondere das Finanzvolumen der GAP auf EU-Ebene im bisherigen Umfang beibehalten“, schreibt Klöckner.

Schuster betont ausdrücklich, dass es nicht um die Eigeninteressen von privaten Bewirtschaftern geht. „Es geht weit darüber hinaus um die Gefahr eines volkswirtschaftlichen Schadens für die kommunalen Strukturen in ihrer Gesamtheit, der durch den Verlust des Allmendsystems entstehen würde“, so Schuster.

Das historisch gewachsene Allendweidesystem besteht aus Weidefeldern, die in kommunalem Besitz sind und gemeinschaftlich bewirtschaftet werden. Schuster hebt hervor, dass die Weidefelder ein bedeutsames Kulturgut im Südschwarzwald darstellen: „Sie sind ein Alleinstellungsmerkmal der Region, welches durch die UNESCO-Anerkennung des Biosphärengebiets Schwarzwald internationale Bedeutung erhalten hat“, so Schuster.

 

Schuster begrüßt, dass sowohl die Bedeutung als auch die spezifischen Herausforderung der Bewirtschaftung im Biosphärengebiet Schwarzwald von der Bundesregierung anerkannt werden. Klöckner bekräftigt in ihrem Schreiben aus der Sicht der Bundesregierung: „Dies werden wir bei der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) im Blick behalten.“ Schuster gibt zu bedenken, dass die Zahl der Bewirtschafter stark rückläufig ist. Offenlandbereiche mit wertvollen Lebensraumtypen wachsen zu und verändern das Landschaftsbild. „Ich befürchte, dass die Vorschläge der EU-Kommission diese negativen Prozesse weiter beschleunigen und sogar unumkehrbar machen werden“, betont Armin Schuster.