09.05.2017

Rheintalbahn – Lösung im Dialog anstreben


Vertrauensvolle Gespräche besser als medialer Schlagabtausch

 

Landkreis Lörrach/Efringen-Kirchen. „Dass die SPD nun die Rheintalbahn als Thema ihrer politischen Arbeit entdeckt, ist grundsätzlich positiv: besser spät als nie“, begrüßt Bundestagsabgeordneter Armin Schuster die jüngsten Presseinitiativen des SPD-Landtagsabgeordneten Rainer Stickelberger. „Ich kann der Kritik am Verhalten der DB AG in Teilen auch zustimmen. Die Situation an der alten Rheintalstrecke, insbesondere in Efringen-Kirchen, ist nach wie vor unbefriedigend und nicht allein mit den andauernden Bauarbeiten zu erklären. Allerdings arbeiten wir bereits seit Jahren an diesem Thema.“ Dabei stehe er in engem Kontakt mit den Vertretern der Kommunen, der Bürgerinitiativen wie auch der Deutschen Bahn AG. Darüber hinaus habe Schuster die Problematik in der vorvergangenen Woche dem DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla in einem persönlichen Gespräch erläutert.

„So einfach, wie der Kollege glauben machen will, ist die Lage allerdings nicht. Wir haben in der Region die Erfahrung gemacht, dass vertrauensvolle Gespräche mehr bringen als ein medialer Schlagabtausch.“ Im vergangenen Herbst hatte Schuster deshalb den DB-Konzernbevollmächtigten für Baden-Württemberg, Sven Hantel, in Efringen-Kirchen mit Vertretern des Landratsamtes Lörrach, von Kommunen und der IG BOHR zusammengebracht. Ein betroffener Bürger schilderte dort eindringlich die ständige Lärmbelästigung am Bahnhof Efringen-Kirchen. Der Austausch wurde von allen Beteiligten als so produktiv empfunden, dass das Landratsamt auf Initiative des Ersten Landesbeamten Ulrich Hoehler daraus ein Kommunikationsforum für den südlichsten Rheintalbahnabschnitt entwickelte. In den ersten Sitzungen stellte sich die Bahn den regionalen „Stakeholdern“. So bestehe die Chance, Missverständnisse auszuräumen und im Dialog Lösungen für die konkreten Probleme zu finden.

 

„Rainer Stickelberger verfügt als ehemaliger Minister und erfahrener Landespolitiker über ein breites Netzwerk. Wenn er sich nun in den Trupp regionaler Akteure einbringt, können wir noch mehr erreichen“, zeigt sich Schuster sicher.