22.03.2012

Tempus fugit erhält 225.000 Euro Bundesförderung


Durchbruch beim Besuch des Bundesfamilienstaatssekretärs am 15.03.2012

 

Karin Maßen rang mit der Fassung. „Das freie Theater Tempus fugit wird mit insgesamt 225.000 Euro aus Bundesmitteln gefördert“, verkündete Staatssekretär Josef Hecken aus dem Bundesfamilienministerium zur großen Freude der Lörracher Theaterleiterin und des Geschäftsführers Thorsten Blank. Die beiden Tempus fugit-Macher waren auf Initiative des Bundestagsabgeordneten Armin Schuster in der vergangenen Woche (15.3.2012) mit dem Staatssekretär zusammengekommen.

 

Tempus fugit habe bundesweiten Modellcharakter, begründete Hecken die Entscheidung des Bundesfamilienministeriums, das Lörracher Theaterensemble in den kommenden drei Jahren mit jeweils 75.000 Euro zu fördern. Damit werde ihre langjährige Arbeit mit Jugendlichen für Integration und Prävention ausgezeichnet. Schuster: „Tempus fugit ist ein Leuchtturm unserer Region. Seit über einem Jahr versuchen wir daher über verschiedene Wege, Bundesförderung zu erhalten.“

 

Bereits vor einem Jahr lobte Kulturstaatsminister Bernd Naumann bei einem Besuch in Lörrach Maßens unermüdliche Arbeit. Jedoch passte das innovative Projekt in kein gängiges Förderschema. Schließlich nahm Schuster Kontakt zum Bundesfamilienministerium auf – mit Erfolg. „Das Ministerium ist auch für Integrations- und Präventionsprojekte bei Jugendlichen zuständig“, erklärte der Bundestagsabgeordnete.

 

Bisher leistet die Stadt Lörrach mit jährlich 40.000 Euro institutioneller Förderung einen wichtigen Beitrag zur Existenzsicherung des Theaters. Dennoch steht Tempus fugit bei einem Jahresbudget von etwa 500.000 Euro auf finanziell wackeligen Beinen. „Die Bundesförderung verschafft uns ein großes Stück mehr Planungssicherheit in den kommenden drei Jahren“, so Karin Maßen. „Daher freuen wir uns riesig, dass wir als Modellprojekt ausgewählt wurden.“

 

Armin Schuster würdigte den Einsatz Maßens und Blanks, die der ohnehin reichen Lörracher Kulturszene einen besonderen Akzent verliehen. Zuletzt wurde Tempus fugit in Berlin von der Deloitte-Stiftung ausgezeichnet. Nun will sich der Bundestagsabgeordnete dafür einsetzen, dass Tempus fugit bald schon seine Arbeit vor Fachleuten beim Bundesfamilienministerium in der Hauptstadt präsentieren kann.

 

 Bild: Thorsten Blank, Staatssekretär Josef Hecken, Karin Maßen, Bundestagsabgeordneter Armin Schuster (von links nach rechts)