24.05.2012

Für Stadttunnel UND Weiterbau B 31-West


Wir brauchen leistungsfähige West-Ost-Straßenverbindungen.

 

„Dass die Grünen eines Tages eine Autobahn durch Freiburg fordern würden, hätte ich mir bis vor kurzem nicht vorstellen können“, wundert sich der südbadische Bundestagsabgeordnete Armin Schuster. „Aber ich begrüße den Richtungsschwenk der grün-roten Landesregierung. Wir benötigen im Südwesten leistungsfähige West-Ost-Verbindungen. Das war schon das Credo der CDU-geführten Landesregierung. Daher haben wir uns immer für die A 98 und die B 31 im Süden und den Ausbau von A 6 und A 8 im Norden unseres Landes eingesetzt.“

 

„Der Freiburger Stadttunnel ist eine Schlüsselstelle, um die B 31 zwischen Breisach und Geisingen leistungsfähig weiterzuentwickeln und die Menschen an der Strecke von Verkehrsemissionen zu entlasten“, unterstreicht Schuster seine grundsätzliche Unterstützung für das Projekt. „Wer eine neue Autobahn will, muss auch die entsprechenden Anbindungen bauen. Wir brauchen die B 31-West und wir brauchen den Falkensteig-Tunnel. Und zwar schnellstmöglich.“ Bundestagsabgeordneter Schuster fordert die Landesregierung auf, diese Projekte bei der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans ebenfalls zu berücksichtigen.

 

Armin Schuster: „Ich frage mich aber, ob Landesverkehrsminister Winfried Hermann beim Straßenbau mit zweierlei Maß misst. Erst stoppt er ohne jede Rücksicht auf die verkehrsgeplagten Anwohner den Weiterbau der B 31-West und hinterlässt in der Landschaft Geisterbrücken ohne Funktion, angeblich weil kein Geld da ist. Nun wird mit dem Stadttunnel ein langfristiges Projekt angestoßen, dass nach ersten Schätzungen mindestens 300 Millionen Euro kosten wird, die Unterhaltkosten nicht mit eingerechnet. Die geplanten Ortsumfahrungen im Zuge der B 31-West werden dagegen die Kaiserstuhlgemeinden kurzfristig, mit jedem realisierten Abschnitt vom Durchgangsverkehr entlasten.“

 

„Ich gehe fest davon aus, dass im Zuge der Freiburger Stadttunnel-Planungen der Bund nun einen zeitnahen Weiterbau der B 31-West durchsetzt, notfalls gegen den Widerstand der grün-roten Landesregierung“, so Schuster. „Landesverkehrsminister Hermann muss endlich aufhören, Stadt und Land gegeneinander auszuspielen. Wir brauchen eine Verkehrspolitik aus einem Guss, die allen Menschen im Land zu Gute kommt.“