28.09.2012

Schuster und Rapp zur Rheintalbahn: „Eine niveaufreie Kreuzung in Buggingen wäre ein großer Erfolg.“


Erfolge sichern, das Machbare im Blick behalten.

 

Markgräflerland. Die beiden Abgeordneten Armin Schuster und Dr. Patrick Rapp diskutierten mit Müllheims Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich über die jüngsten Vorschläge der Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz Markgräflerland (AGUS) für eine Westumfahrung von Müllheim beim anstehenden Ausbau der Rheintalbahn. 

 

Landtagsabgeordneter Rapp warnte vor dem Risiko, das bisher Erreichte durch überzogene Forderungen leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Auch Bundestagsabgeordneter Schuster riet, sich auf eine zügige Umsetzung der Verhandlungsergebnisse im Projektbeirat zu konzentrieren. „Aus zahlreichen Verhandlungen in Berlin weiß ich, wie weit das Bundesverkehrsministerium und die Finanzpolitiker der Region bereits entgegen gekommen sind. Dass wir die Bürgertrasse im nördlichen Markgräflerland bekommen, ist ein großer Erfolg. Diesen gilt es jetzt umzusetzen“, betonte Schuster. Rapp wies auf die zögerliche Unterstützung der Landesregierung für die Bürgertrasse hin: „Es ist nicht leicht gewesen, die grün-rote Landesregierung überhaupt für eine hälftige Beteiligung an den Mehrkosten für den menschen- und umweltgerechten Ausbau zu gewinnen“. Durch neue Forderungen und weitere Verteuerungen werde der gefundene Kompromiss gefährdet. 

 

Die Abgeordneten dankten dem Vorsitzenden der Bürgerinitiative MUT, Dr. Roland Diehl, für seine klaren Worte, wonach der AGUS-Vorstoß sieben Jahre zu spät komme. Nun müsse man sich auf das Machbare konzentrieren. Rapp und Schuster baten Bürgermeisterin Siemes-Knoblich daher, sich gemeinsam mit den Bürgerinitiativen und den Entscheidungsträgern der Region für eine niveaufrei Kreuzungslösung bei Buggingen einzusetzen. Diese sei für die optimale Auslastung des Katzenbergtunnels nötig, um möglichst alle Güterzüge durch den Tunnel fahren zu lassen. Allerdings sei die Landesregierung nun am Zug. Schließlich sei eine niveaufreie Kreuzung für die Bahn aktuell nur erforderlich, wenn mehr Nahverkehrszüge auf der Strecke verkehren: „Die Landesregierung muss endlich ihr Versprechen wahrmachen und eine engere Taktung der Nahverkehrszüge zwischen Basel und Freiburg in Auftrag geben.“