20.05.2020 I Berlin

Faktenblatt: Pflanzen und Tiere schützen - Die Artenvielfalt erhalten


Pflanzen und Tiere schützen – Die Artenvielfalt erhalten

 

Die Bewahrung der Schöpfung ist Markenkern der CDU/CSU-Fraktion. Deshalb setzt sie sich konsequent für den Erhalt der biologischen Vielfalt ein – in Deutschland, Europa und weltweit. Artenschutz ist ein starker Pfeiler der Umweltpolitik. Er erfordert einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz, der sich quer durch alle Politikfelder zieht.

 

Stand: 20. Mai 2020

 

Das ist der aktuelle Stand:

Weltweit sind etwa acht Millionen Pflanzen- und Tierarten bekannt. Der Weltbiodiversitätsrat in Paris (IPBES) schätzt, dass eine Million vom Aussterben bedroht ist. Ihm zufolge gibt es heute 20 Prozent weniger Arten als zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Bei 71 Prozent der untersuchten Fischarten und 60 Prozent der Amphibienarten schrumpfen demnach die Populationen.

Einer globalen Meta-Studie zufolge sind 40 Prozent der Insektenarten bedroht: vor allem Schmetterlinge und Käfer, aber auch Hautflügler wie Bienen, Wespen und Ameisen.

Laut Birdlife International sind rund 13 Prozent der Vogelarten bedroht. Weitere rund neun Prozent der Vogelarten stehen auf einer „Vorwarnliste“.

Einer der zentralen Gründe für den Rückgang der Artenvielfalt ist der Verlust natürlicher Lebensräume. In Deutschland werden jeden Tag circa 60 Hektar Land für die Besiedlung oder den Bau von Verkehrswegen verbraucht. Dies entspricht einem Flächenverbrauch von mehr als 80 Fußballfeldern pro Tag. Hinzu kommen Phänomene wie Lichtverschmutzung.

 

Das ist bisher passiert:

Die Koalition hat dafür gesorgt, dass kontinuierlich mehr Geld in den Schutz der biologischen Vielfalt fließt. Im Bundeshaushalt 2020 sind für das Bundesprogramm „Biologische Vielfalt” mittlerweile über 44 Millionen Euro eingestellt. Das ist im Vergleich zu 2017 mehr als das Doppelte.

Der Bund finanziert unter anderem Modellvorhaben zum Erhalt der biologischen Vielfalt.

Das Programm „Nationales Naturerbe“ wird um rund 30.000 Hektar Fläche erweitert. Bislang wurden schon rund 156.000 Hektar wertvoller Naturflächen, die dem Bund gehören, in die Hände des Naturschutzes gegeben. Hierzu zählen ehemals militärisch genutzte Areale, als „Grünes Band“ bezeichnete Gebiete entlang der innerdeutschen Grenze, Treuhandflächen aus dem DDR-Volksvermögen und stillgelegte DDR-Braunkohletagebaue. Damit stellt der Bund mehr als zwei Mal die Landesfläche Berlins für den Arten- und Naturschutz zur Verfügung.

Bis 2022 stehen 16 Millionen Euro im Bundesprogramm „Blaues Band“ für die Renaturierung von Fließgewässern sowie Auen an Bundeswasserstraßen bereit. Damit werden Lebenswelten für Tier- und Pflanzenarten geschaffen.

Die Biotope sollen bundesweit miteinander vernetzt werden. Die Bundesregierung setzt sich auf nationaler und auf EU-Ebene für mehr Bienenschutz ein – sowohl bei der Zulassung als auch beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

Seit 2016 gibt es ein nationales Fachinstitut für Bienenschutz. Mehrjahrespläne für Fangmengen, unter anderem in der Nord- und Ostsee, sorgen für Nachhaltigkeit in der Fischerei.

 

Hinzu kommen Maßnahmen zur Bekämpfung der illegalen Fischerei. Die Fraktion setzt sich für die Digitalisierung der Landwirtschaft ein. Hierdurch können Landwirte Pflanzenschutz- und Düngemittel effizienter und bedarfsgenauer einsetzen. Dies ist ein Beitrag zum Artenschutz.